Noch mehr Bremsen

Nachdem der Bremskraftverstärker und der Hauptbremszylinder montiert wurden, sollte jetzt das Bremssystem entlüftet bzw. die Bremsflüssigkeit gewechselt werden.

Zuerst wird das Bremsenentlüftungsgerät vorne links am Ausgleichsbehälter des Hauptzylinders angeschlossen und der Sauganschluss des Entlüftungsgerätes in die neue Bremsflüssigkeit gesteckt. Der Druck des Wechselgerätes wird in diesem Fall auf 0,8 bar eingestellt. Durch das Ablassen der Bremsflüssigkeit an den Radbremszylindern sinkt der Füllstand im Ausgleichsbehälter. Das Wechselgerät unterstützt hierbei, indem es selbstständig den Ausgleichsbehälter nachfüllt.

141120_005_AnschlussanAusgleichsbehälter

141120_005_Bremsflüssigkeitswechselgerät

Der Bremsflüssigkeitswechsel beginnt am entferntesten Rad, also hinten rechts. Zum Ablassen und Entlüften der Bremsflüssigkeit wird das Ablassventil des Radbremszylinders gelöst. Nach dem Lösen wird der Schlauch der Auffangflasche (Behälter) auf das Ablassventil gesteckt und das Ventil geöffnet.

Nun sollte Bremsflüssigkeit und Luft aus dem Ventil austreten. Doch nichts geschah. Auch durch leichtes treten des Bremspedals tat sich nichts. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die lange Standzeit des Autos. Durch zweimal kräftigeres treten des Pedals löste sich womöglich die Verstopfung und die Leitung konnte entlüftet werden.

Nun folgt der Bremszylinder des hinteren linken Rades. Auch hier löste erst nach zweimaligem treten des Bremspedals die mögliche Verstopfung.

Nach der Entlüftung der Hinterachse folgt die Entlüftung des rechten Vorderrades. Wie bei den anderen Bremszylindern war auch hier eine Verstopfung zu spüren.

Bei der Entlüftung zeigte sich allerdings, dass der Bremsschlauch undicht ist.

141120_005_Bremsschlauchundicht1

Als letztes muss das linke Vorderrad entlüftet werden. Auch hier ist eine Verstopfung zu spüren. Doch im Gegensatz zu den anderen Bremszylindern kann diese Verstopfung nicht gelöst werden. Um die verstopfte Stelle ausfindig zu machen, werden einzelne Verbindungen der Bremsleitung des linken Vorderrades gelöst. Durch den Ausfluss der Bremsflüssigkeit wird festgestellt, dass das sich die Verstopfung innerhalb des Bremsschlauchs befindet. Zusätzlich zur Verstopfung weißt der Schlauch auch äußerliche Beulen auf. Diese Beulen weisen auf innere Undichtigkeiten des Schlauchs hin.

Beide Bremsschläuche der Vorderachse müssen erneuert werden.

141120_005_BremsschauchmitBeulen2

 

Bremsen sind auch wichtig

Am Dienstag, 18.11.2014 hat die Gruppe 005 sich wieder getroffen um an Dornröschen weiter zu arbeiten. Als erstes musste der Wasserflansch erneut abgedichtet werden da dieser Undichtigkeiten aufwies.

141118_005_Wasserflansch

Als nächstes widmeten wir uns dem Bremskraftverstärker. Dieser wurde von uns wieder an seinen ursprünglichen Platz montiert. Hierzu musste die Kolbenstange des Bremskraftverstärkers mit dem Bremspedal verschraubt werden. Danach wurde der Bremskraftverstärker mit vier Muttern an seinem Halter montiert.

141118_005_BKV-Kolbenstange1 141118_005_BremskraftverstärkerJetzt war der von uns überholte Hauptbremszylinder an der Reihe. Der HBZ musste lediglich mit zwei Muttern an den zwei Stehbolzen am Bremskraftverstärker befestigt werden. Nun konnten die Bremsleitungen vorsichtig an den Anschlüssen am Hauptbremszylinder angeschraubt werden.

141118_005_Hauptbremszylindereinbau2

 

 

Startversuche

Am Dienstag, den 11.11.2014 war es so weit. Die Gruppe der technischen Wiederinbetriebnahme 005 hat sich getroffen, um den ersten Startversuch zu unternehmen. Zuerst allerdings, mussten noch einige Vorarbeiten erledigt werden.

Zunächst wurde der Abstand des Zündkontaktes nach Herstellervorgabe mir einer Fühlerlehre eingestellt

141111_005_Zündkontakt1

Anschließend wurde der Zündverteiler mit Hilfe eines Multimeter und der Markierung auf der Schwungscheibe so verdreht, dass der Zündzeitpunkt passt.

141111_005_Zündung1

141111_005_Zündzeitpunkt1Um den Motor zu starten, musste das Kühlsystem befüllt werden. Hierzu mussten noch einzelne Schellen ersetzt werden, die für den Einbau nicht mehr geeignet waren.

Außerdem wurde der Keilriemen wieder aufgelegt, da das Neuteil zu lang war.

Als letzten Schritt vor dem Startversuch wurden die Zündkabel auf die Verteilerkappe gesteckt.

141111_005_Zündkabel1Der erste Startversuch wurde unternommen.

Daraufhin wurde der Zündzeitpunkt erneut mit Hilfe eines Stroboskops kontrolliert.

Der Zündzeitpunkt passt.

Der Grund für die Fehlzündung war, dass die Welle des Zündverteilers nicht wie von Werk eingebaut war und dadurch der vierte anstatt des ersten Zylinders gezündet hat. Nachdem die Zündkabel vertauscht waren folgte erneut ein Startversuch.

Der Motor sprang an.

Da der Motor sofort wieder ausging, ist als nächstes der Vergaser einzustellen.

Neben der Hauptaufgabe des gestrigen Tages, wurde parallel zu den Tätigkeiten am Motor die Lenkung wieder zusammengesetzt.

Dafür wurde zunächst die alte, ausgeschlagene, Buchse des Lenkhebels durch die neue Buchse ersetzt.

141111_005_Lenkhebel1141111_005_Lenkhebel3 141111_005_Lenkhebel6Anschließend wurden das überholte Lenkgetriebe, die Lenkstange und der Lenkhebel montiert.

141111_005_Lenkgetriebe1141111_005_Lenkgetriebe2141111_005_Lenkhebel11

Kraftstoffversorgung

Am Donnerstag, 6. November 2014, wurde zuerst ein Kraftstofffilter in die Kraftstoffleitung vor der Kraftstoffpumpe eingesetzt, dass sich eventuelle Verschmutzungen, die mit dem Kraftstoff aus dem Kraftstofftank fließen, herausgefiltert werden

141106_005_benzinfilterAnschließend wurde überprüft ob Öldruck vorhanden ist. Dafür musste die Batterie an geklemmt werden und der Anlasser, zwecks drehen des Zündschlüssels, betätigt werden. Das Ergebnis war, dass die Öldruck Kontrollleuchte im Armaturenbrett erlosch und frisches Öl in den Zylinderkopf gefördert wurde.
Als nächstes wurde die Funktion der Kraftstoffpumpe überprüft. Da diese mechanisch angetrieben wird, musste der Motor erneut mittels Anlasser gedreht werden. Hierbei wurde der Kraftstoff aus einem Benzinkanister bezogen.
Ergebnis à die Funktion der Kraftstoffpumpe ist gewährleistet

141106_005_motorraum Außerdem wurde der neu abgedichtete Vergaser montiert. Hierzu wurde auch die Vergaserfussdichtung an der Ansaugbrücke erneuert.

141106_005_ansaugkruemmer141106_005_vergaser

Abdichtung des Lenkgetriebes

Bevor mit der Demontage des Lenkgetriebes begonnen wird muss der Lenkhebel von der Lenkgetriebewelle gezogen werden. Hierfür wird ein passender Zweiarm-Abzieher verwendet. Nun werden die drei Schrauben des Deckels entfernt und die Lenkgetriebewelle kann aus dem Gehäuse gezogen werden.

Aufgrund der Tatsache das der eine Radialwellendichtring an der Lenkgetriebewelle durch die lange Standzeit ermüdet und beschädigt ist, wird der zweite RWDR der Lenkwelle auch gewechselt.

Damit die Lenkwelle aus dem Gehäuse demontiert werden kann wird die Klemmschraube des Winkelausgleichs entfernt. Anschließend wird der Winkelausgleich von der Lenkwelle mit dem Zweiarm-Abzieher gezogen.

141105_005_Lenkgetr_1
Jetzt wird die Nutmutter an der Kappe gelöst und die Kappe aus dem Getriebegehäuse geschraubt. Danach kann die Lenkwelle mit Kugelumlaufführung aus dem Gehäuse entfernt werden.

141105_005_Lenkgetr_2

Die beiden defekten Dichtringe werden leicht mit einem Schraubendreher aus ihrem Sitz gehebelt. Die Dichtringe entsprechen Standardabmessungen RWDR 25x36x7.

141105_005_Lenkgetr_3

Da nun alle Bauteile des Lenkgetriebes demontiert sind, kann und muss das Gehäuse inner- und äußerlich die anderen Bauteile gereinigt werden. Die Reinigung sichert einen sauberen und Beschädigungsfreien Zusammenbau.

141105_005_Lenkgetr_4

Die Montage beginnt mit dem Einsetzen der Dichtringe in deren Dichtsitze.

141105_005_Lenkgetr_5

Im Anschluss daran wird die Lenkwelle wieder eingesetzt und die Kappe ins Gehäuse geschraubt. Das axiale Spiel der Lenkwelle wird über die Einschraubtiefe der Kappe spielfrei eingestellt. Mit der Nutmutter wird die Einstellung gesichert. Weiter wird auch der Winkelausgleich auch die Lenkwelle gesteckt und mit der Klemmschraube verspannt.

Als letzten Schritt wird die Lenkgetriebewelle eingesetzt. Hierbei ist die Position der Verzahnung zu beachten. Der Lenkwinkel muss bis zum Anschlag links und rechts gleich sein. Nun kann auch der Deckel durch die drei Schrauben mit dem Gehäuse verschraubt werden. Das Spiel der Lenkverzahnung wird über die Schraube im Deckel leichtgängig und spielfrei eingestellt und anschließend mit der Mutter gesichert.

141105_005_Lenkgetr_6141105_005_Lenkgetr_7Nach der Montage ist Öl aufzufüllen.

Lenkungung zerlegt

In KW 44 hat die Gruppe der technischen Wiederinbetriebnahme 005 das Lenkgetriebe ausgebaut.

Hierzu wird zuerst das untere Lager der Lenkradschaltung vom Lenkgetriebe getrennt. Im Anschluss daran werden von unten die Spurstangen von Lenkhebel des Lenkgetriebes demontiert. Dazu werden als erstes die Sicherungssplinte aus den Kronenmuttern gezogen. Nach Entfernen der Kronenmuttern können die Spurstangen mit einem leichten Schlag durch den Schonhammer aus den Sitzkegeln gelöst werden. Als Nächstes wird das Lenkgetriebe von der Karosserie gelöst. Hierfür werden drei Schrauben am Gehäuse demontiert.

Als letzter Schritt muss das Lenkgetriebe von der Lenkwelle abgezogen werden. Dafür wird die Klemmschraube an der Lenkwelle entfernt. Damit nun das Lenkgetriebe abgezogen werden kann, wird im Innenraum die Lenksäule vom Armaturenbrett gelöst und diese abgesenkt. Mit einem Schraubendreher wird die Klemmung der Lenkwelle geweitet. Nun kann mit einem Montierhebel die Klemmung mit Lenkgetriebe von der Welle geschoben werden und das Getriebe aus dem Motorraum herausgenommen werden.

Des Weiteren wird die im Bremskraftverstärker sich noch befindende alte Bremsflüssigkeit entsorgt und der Bremskraftverstärker gereinigt.

Außerdem wurde das Motoröl aufgefüllt. Bei einer Füllmenge von 3,6 Litern haben wir das Maximum auf der Messskala des Ölmessstabes erreicht, obwohl im Reparaturhandbuch eine Füllmenge von 3,8 Litern angegeben ist. Diese Differenz erklären wir uns auf Grund der leichten Schieflage des Motors durch die höheren Motorlager.

141031_IMAG1472 141031_IMAG1473 141031_IMAG1480 141031_IMAG1485 141031_IMAG1486 141031_IMAG1487 141031_IMAG1488 141031_IMAG1489 141031_IMAG1492 141031_IMAG1493