Klappen – Deckel – Türen

Im Rahmen unseres interdisziplinären Projekts „Radhausverkleidungs-, Klappen- & Deckel- und Türkonzepte – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie eine Empfehlung für das Projekt Dornröschen“ haben wir, die Arbeitsgruppe 013, die Recherchephase der verschiedenen Konzepte mittlerweile abgeschlossen. Aktuell sind wir damit beschäftigt die Ergebnisse zusammen zu schreiben und die Empfehlung für Dornröschen auszuarbeiten. Nachfolgend werden als Auszug aus unserem Bericht die drei bekanntesten Türsysteme schematisch dargestellt sowie kurz erläutert. Anschließend geben wir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Konzepte für Klappen & Deckel und die Radhausverkleidungen.

 

Das wohl bekannteste und am häufigsten vorkommende Konzept sind die Scharniertüren, die sowohl bei Türen im Front- als auch im Fondbereich eingesetzt werden können. Sie sind einfach und kostengünstig zu fertigen, allerdings ist das Design eher konservativ.

150420_SAS13_konventionelle TürAbbildung 1: Scharniertüren

 

Immer mehr Verwendung findet das früher eher aus dem Bereich der Vans bekannte Konzept der Schiebetüren. Der große Vorteil der Schiebetüren besteht darin, dass sie nahezu keinerlei zusätzlichen seitlichen Platz bei geöffneten Türen benötigen. Dieses Konzept ist jedoch eher nicht für Karosserieformen geeignet, die zum Heck hin abfallen. Zusätzlich sind Schiebetüren meist sehr groß und dadurch auch sehr schwer. Außerdem muss die optische Verkleidung der Führungsschienen noch weiter verbessert werden, um sie besser in das äußere Erscheinungsbild des Fahrzeugs einzubinden.

150420_SAS13_SchiebetürAbbildung 2: Schiebetüren

 

Scherentüren, die häufig umgangssprachlich als „Lamborghini-Türen“ bezeichnet werden, kommen vorwiegend in sportlichen Autos zum Einsatz. Sie öffnen sich nach vorn oben und werden mit Hilfe von Gasdruckfedern in der geöffneten Stellung gehalten. Konventionelle Türkonzepte können relativ einfach in ein Scherentürkonzept umgebaut werden, hierzu werden lediglich die Türscharniere ausgetauscht. Scherentüren weisen wie die Schiebetüren nahezu keinen zusätzlichen seitlichen Platzbedarf auf, und sind zudem optisch immer ein Highlight. Der größte Schwachpunkt ist jedoch die Unfallsituation, bei dem das Fahrzeug auf dem Dach zu liegen kommt. In diesem Fall ist es unmöglich die Türen zu öffnen, um das Auto auf diesem Weg zu verlassen. Für dieses Worst-Case-Szenario muss eine Art „Notausstieg“ eingeplant werden.

150420_SAS13_ScherentürAbbildung 3: Scherentüren

 

Es existieren noch eine ganze Reihe weiterer Türkonzepte wie beispielsweise Flügel- und Klapptüren. In jedem Konzept gibt es spezielle, teilweise lediglich in Concept Cars umgesetzte Systeme, und einige Türsysteme können auch keinem Konzept konkret zugeordnet werden.

 

Für den Bereich Klappen & Deckel lassen sich für die Motorhauben drei verschiedene Systeme klassifizieren, die integrierte, die umhüllte sowie die Motorhaube mit Kotflügel. Die integrierte Motorhaube ist eher klein gehalten und daher auch sehr leicht. Sie überdeckt normalerweise nicht den kompletten Motorraum, was die Erreichbarkeit sämtlicher Aggregate teilweise sehr einschränkt. Die umhüllte Motorhaube ist die am häufigsten verwendete Motorhaube. Sie hat zwar gegenüber der integrierten Motorhaube einen deutlichen Gewichtsnachteil, jedoch können hier gezielt Maßnahmen für den Fußgängerschutz umgesetzt werden, was bei der integrierten Motorhaube nur bedingt möglich ist. Die Motorhaube mit Kotflügel wird selten verwendet. Sie gewährleistet zwar eine optimale Erreichbarkeit der Aggregate im Motorraum, besonders auch bei LKW’s, ist allerdings enorm schwer und die Fertigung ist sehr komplex und teuer. Die zweite Gruppe der Klappen & Deckel bilden die Kofferraumklappen, die sich je nach Fahrzeugform unterscheiden. Eines gemeinsam haben sie allerdings alle: sie sollen das Beladen von Gegenständen in das Fahrzeug erleichtern. Die Heckklappen von 1-Box und 2-Box-Fahrzeugen sind sehr groß und daher auch sehr schwer. Durch das Aufschwenken nach oben kann das Auto sehr einfach beladen werden. Nahezu das komplette Heck wird über diese Klappe dargestellt. 3-Box-Fahrzeuge verfügen dabei über wesentlich kleinere, aber auch gleichzeitig deutlich leichtere Kofferraumdeckel. Neben dem kleineren Kofferraumvolumen ergeben sich hier aufgrund der Karosserieform oft auch aerodynamische Nachteile. Auch einige Fahrzeuge mit Fließheck sind mit kleinen Kofferraumdeckeln ausgestattet.

 

Bei den Radhausverkleidungen wird zwischen vollverkleidet, Vorderradabdeckung und Hinterradabdeckung unterschieden. Vorderradabdeckungen werden lediglich aus Designgründen eingesetzt, während Hinterradabdeckungen den Luftwiderstand eines Fahrzeugs verringern können. Die Konzepte der vollverkleideten und komplett radhausfreien Fahrzeuge stecken zur Zeit noch in den Kinderschuhen, deren Entwicklung in den nächsten Jahren erst noch weiter voran getrieben werden muss.

Vorstellung 011

Mein Name ist Philip Domizlaff und ich verstärke seit April das Dornröschen-Team. Dabei befasse ich mich genauer damit, ein Fahrzeugzustandsdiagramm zu erstellen und mit der Auslegung des Elektroantriebs zu beginnen.

150422_domizlaff

Schon seit ich denken kann interessiert mich jede Art von Technik. Erst lebte ich diese Leidenschaft im Modellbaubereich aus, später mit Erhalt der ersten Fahrerlaubnis dann an Rollern oder ähnlichen Gefährten. Schon mit 17 kaufte ich mir dann mein erstes eigenes Auto, einen VW Polo, welcher ebenfalls nicht lange unangetastet blieb.

Nach meinem Abitur an einem Fachgymnasium in Lehrte begann ich eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in einem VW-Autohaus in Hannover, welche ich zwei Jahre später abschloss.

Direkt nach dieser Ausbildung begann mein Studium an der Ostfalia. Ich entschied mich für die Fachrichtung Aggregate- und Fahrwerkentwicklung und inzwischen bin ich in meinem 6. Semester dem Bachelor schon recht nah.

Seit ich studiere ist das Schrauben nur noch ein Hobby und die Werkstatt wurde gegen den heimischen Carport eingetauscht.

Elektriktrick

Diese Woche ist unser Dornröschen der ersten Fahrt auf offenen Straßen einen Schritt näher gerückt. Es stand die Instandsetzung der Beleuchtungsanlage auf dem Plan, welche auch bei der Fahrt mit roten Kennzeichen ein absolutes Muss ist.

Die erste Herausforderung bestand darin, die etwas eigenwillige Arbeit des ambitionierten französischen Elektrikers zu durchschauen. Schnell wurde klar, dass der Kabelsalat, welcher sich um den Sicherungsträger offenbarte, wenig mit dem im Stromlaufplan beschriebenen Bordnetz zu tun hat.

Eine Überraschung war der fehlende Warnblinkschalter, dessen Grundplatine geschickt hinter der Intrumententafel versteckt wurde. An seiner Stelle befindet sich ein Schalter für die recht interessante Umsetzung eines elektrischen Kühlerlüfters.

Nach einer Überprüfung jeglicher Schalter, des Blinkgebers und der Spanungsversorgung blieb nur noch die Masse als Fehlerursache übrig.

150414_IMAG0537Kurzerhand wurden die vorderen Blinker demontiert, die Kontakte der Leuchmittelträger gereinigt und auch die Aufnahmepunkte an der Karosserie von Rost befreit. Und siehe da, ein erstes Lebenszeichen! Die vorderen Blinker funktionierten wieder.

150414_IMAG0536150414_IMAG0535Bei den hinteren Leuchten führte diese Maßnahme leider nicht zum gewünschten Ergebnis. Schnell wurde hier jedoch klar, dass es sich um eine Unterbrechung im Kabelbaum, welcher sich auf der Fahrerseite vom Sicherungskasten bis zum hinteren Schlossträger zieht, handeln musste.

Ein direkter Abgriff am Blinkerrelais und Bremslichtschalter mit einer provisorischen Leitung ließen auch die hinteren Lampen erleuchten.

150414_IMAG0538Diese behelfsmäßige Lösung der hinteren Lichtanlage soll aber genügen, um die ersten Versuche auf der Straße zu wagen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die komplette Elektrik einer neuen, aktuelleren Version weichen wird.

Grobmotorikeralarm

Das Rühren im Getriebe führte beim letzten Fahrversuch leider ins Nichts. Denn nachdem ein paar weniger technikaffine Zeitgenossen unser Dornröschen etwas gefühllos behandelt hatten, war das Lenkgestänge ausgeschlagen und die zugehörigen Buchsen lösten sich in Wohlgefallen auf.

Mit etwas Improvisationstalent wurde das Problem vorerst gelöst. Hoffen wir, dass es die nächsten zwei bis drei Schaltvorgänge übersteht.

150325_IMG_0057 150325_IMG_0058

Vorstellung Team 012

Wir sind vier Masterstudenten an der Ostfalia in Wolfsburg und unterstützen seit Anfang April das Dornröschen-Team. Unsere Aufgabe liegt bei der Bestimmung und Auswertung des Schadens im linken Bereich der Fahrzeugfront. Dabei versuchen wir mit Hilfe eines CAD-Systems bzw. mit computergestützten Systemen die bereits eingescannten Daten effizient zu analysieren, um am Ende eine bestmögliche Schadensauswertung zu erhalten. Unser Ergebnis fließt dann bei der Instandsetzung von Dornröschen mit ein.

Kommen wir zu uns:

150421_szydlowski1. Teammitglied: „Mein Name ist Bartosz Szydlowski. Ich bin 26 Jahre alt, studiere seit 2010 Fahrzeugtechnik an der Ostfalia und habe bereits an diversen Projekten während den Praxisphasen und Nebentätigkeiten bei Volkswagen sowie Continental teilgenommen. Ich bin neben dieser neuen herausfordernden Projektaufgabe auch noch als studentischer Mitarbeiter bei der ContiTech AG im Bereich des Qualitätsmanagements tätig. Die Qualitätsanalyse und vor allem die Auswertung mit computergestützten Systemen liegen mir sehr. Zudem bin ich eine sehr starke technikbegeisterte Person und programmiere in meiner Freizeit auch mal gerne fahrzeugspezifische Android-Apps und Auswertungstools.

 

150421_wang2. Teammitglied: „Mein Name ist Siyuan Wang. Ich bin 26 Jahre alt und komme aus China. Ich bin erst seit 2013 in Deutschland und habe mit dem Masterstudiengang Fahrzeugtechnik ab 2014 begonnen. Das Simulieren und vor allem die Arbeit mit CAD-Systemen sind meine Leidenschaft.

 

150421_tasim3. Teammitglied: „Mein Name ist Adil Tasim. Ich bin 26 Jahre alt und studiere seit 2010 an der Ostfalia. Sowohl mein Bachelor- und Masterstudiengang haben die Schwerpunkte Aggregate und Fahrwerktechnik. Meine Praxisphasen absolvierte ich bei Porsche in Stuttgart sowie bei der Volkswagen AG. Das Projekt Dornröschen stellt mir wieder eine neue Herausforderung mit viel Spaß und Freude.

 

150421_bali4. Teammitglied: „Mein Name ist Hamza Bali, bin 27 Jahre alt und wohnhaft in Wolfsburg. Meine erste Praxisphase absolvierte ich bei der Volkswagen AG in Wolfsburg. Nach dieser Praxisphase nahm ich am CDHAW-Programm (Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften) teil. Dieses Projekt wird von der Tongji-Universität in Shanghai und einem Konsortium deutscher Hochschulen durchgeführt. Nach dem erfolgreichen Theoriesemester schrieb ich meine Bachelorarbeit in einem Getriebeunternehmen (GIF Research Center in Suzhou). Ich bin derzeit Masterstudent im dritten Semester im Studiengang Fahrzeugtechnik an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg. Ich schreibe momentan meine Masterthesis bei der Volkswagen AG in Wolfsburg. Meine Aufgaben umfassen die Erstellung, Durchführung und Auswertung einer Umfrage, mit dem Interesse die Zufriedenheit der Vertragshändler hinsichtlich der neuen Diagnoseplattform (ODIS) der Volkswagen AG zu messen. Das Projekt Dornröschen stellt mir neben meiner Masterthesis eine weitere knifflige Aufgabe, die ich sehr gerne meistern will.

 

Vorstellung

Wir sind die Arbeitsgruppe SAS 013 und beschäftigen uns im Rahmen unseres interdisziplinären Projekts „Radhausverkleidungs-, Klappen- & Deckel- und Türkonzepte – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie eine Empfehlung für das Projekt Dornröschen“ mit der Zusammenstellung sämtlicher Konzepte, die bisher für Türen, Klappen & Deckeln sowie Radhausverkleidungen im Fahrzeug entworfen und umgesetzt wurden. Im Rahmen dieser Projektarbeit wird jedes Konzept anhand von Bildern vorgestellt und dessen Vor- sowie Nachteile erläutert. Danach erfolgt eine Darstellung von Fahrzeugen, die mit dem jeweiligen Konzept oder einer daraus modifizierten Form ausgestattet sind. Im weiteren Verlauf der Projektarbeit soll daraus ein passender Vorschlag für Dornröschen  und das beschlossene Konzept „Retro Rekord“ entwickelt und vorgestellt werden. Als Abschluss für die Projektarbeit wird ein kleines Handout erstellt, in dem sämtliche Türkonzepte sowie die bekanntesten damit ausgestatteten Fahrzeugmodelle zusammen getragen wurden, um quasi „auf einen Blick“ eine Übersicht verschaffen zu können.

150419_Gruppe_13

Unsere Gruppe besteht aus einer Studentin und 3 Studenten aus der Fachrichtung Aufbauentwicklung. Wir befinden uns alle im 7. Semester an der Ostfalia und arbeiten in dieser Gruppenkonstellation bereits zum zweiten Mal nach dem Motto „never change a winning team“ miteinander. Im letzten Semester haben wir für die Vorlesung Fahrzeugkonzepte bei Prof. Gänsicke bereits zusammen ein Konzept erarbeitet und sind dabei auf das jetzige Projekt aufmerksam geworden. In diese Projektarbeit können wir dadurch ein im letzten Semester selbst entworfenes, jedoch noch optimierungsbedürftiges Türkonzept mit einbringen und vorstellen, welches mit Hilfe von Magneten funktioniert.

Ordnung muss sein

150331-1Ordnung ist das halbe Leben. Deshalb wurde Dornröschen ausgeräumt, um kommende Arbeiten zu erleichtern. Der Innenraum ist nun kahl und man kann sich wieder darin aufhalten, ohne Angst um seine Kleidung haben zu müssen.

150331-4150331-3Auch die Anhängevorrichtung französischer Machart wurde entfernt.

150331-2Um auch weiterhin fahrbereit zu bleiben braucht man natürlich einen Sitz. Aus zwei mach eins, und so wurde das Gestell des alten Fahrersitzes mit dem Bezug des Neuen versehen, da es Letzterem leider an einer Längsverstellung mangelte.

150331-5 Nach den diesen Monat stattfindenden Laboren ist es dann bald soweit und wir können Dornröschen ans Blechkleid gehen.