Es wird gemessen

Im letzten Bericht hat unsere Gruppe für die optische Messung der Fahrzeugfront Fragen aufgestellt, um die dortige Vorgehensweise festzuhalten. Aus den Fragen ist der Messvorgang wie folgt abgelaufen:

Unsere Gruppe hat sich entschieden den Scan aus einer Position durchzuführen, da die geforderten Teile im Motorinnenraum demontiert wurden. Das Gerät befand sich mittig vor der Stoßstange. Das Fahrzeug stand auf der Hebebühne. Unter diesen Bedingungen gelang es unserer Gruppe aus der oberen Perspektive optisch zu messen

150706_A1_Optische_Messung

Nach der optischen Messung besaß unsere Gruppe insgesamt 19 Punktwolken mit einer Gesamtanzahl von ca. 18 Millionen Punkten. Diese wurden als Text-Datei exportiert. Die einzelnen Text-Dateien wurden anschließend von uns in das CAD-System CATIA importiert. Dort wurde die X-Z-Symmetrieebene ermittelt, um ein Abgleich des rechten Längsträgers mit dem linken Längsträger zu ermöglichen. Beim Abgleich findet eine Spiegelung an der ermittelten Symmetrieebene statt. Der rechte Längsträger ist der Soll-Zustand und der linke Längsträger unser Ist-Zustand. Durch diese Methode lässt sich im Nachhinein die Verformung des linken Längsträgers untersuchen.

Hier ist die Rekonstruktion der Fahrzeugfront (Innenraum) dargestellt.

150706_A2_RekonstruktionFür die Ermittlung der X-Z-Symmetrieebene müssen geeignete Punkte gewählt werden. Dies kann mit Hilfe der vorderen Rahmenstruktur und Spritzwand geschehen. Da das Fahrzeug an der linken Seite einen Frontalunfall erlitten hat, sind die symmetrischen Punkte sehr schwer zu bestimmen. Zu Beginn lag die Idee darin zwei Diagonale, die sich kreuzen, an den Kanten der Seitenwandrahmen zu bilden. Dies hätte aber höchstwahrscheinlich das Ergebnis leicht verfälscht, da der linke Rahmen sich durch die Kollision ebenfalls mit ziemlicher Sicherheit leicht verformt hat. Aus diesem Grund hat unsere Gruppe zwei andere Punktbereiche ausgewählt, wo vermutlich keine Deformation stattgefunden hat.

Neben der vorderen Rahmenstruktur bzw. dem Seitenwandrahmen, im unteren Teil der A-Säule, wo die Scharniere der Motorhaube befestigt werden, befinden sich in Längsrichtung an der Spritzwand zwei kleine Blechteile, in der symmetrische Kreise sich abheben. Diese symmetrischen Kreise können für die Ermittlung der X-Z-Symmetrieebene verwendet werden. Zusätzlich, um die Richtigkeit der X-Z-Symmetrieebene zu gewähren, hat unsere Gruppe noch neben den Blechteilen weitere längs gerichtete Blechflächen an der Spritzwand verwendet.

Hier sind diese Punktbereiche am realen Fahrzeug und in CATIA veranschaulicht.

150706_A4_Punktbereiche_(rechts)Fortsetzung folgt …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.