CAD mit Dellen

Dornröschen bestand zunächst aus einer Wolke von 27 Millionen Punkten. Mit Hilfe einer Filterfunktion in CATIA konnten wir dennoch die Punkteanzahl mildern, ohne die Analyse zu beschränken.

Im nächsten Schritt haben wir die Punktewolke zurecht geschnitten, da uns der Schaden an der Fahrzeugfront interessiert. Folgend begannen wir mit der Erzeugung der Rekonstruktion. Die Rekonstruktion ist von hoher Bedeutung, da ohne diese wir den Schaden nicht messen können.

Unsere ersten Versuche zeigen die Karosserie von außen ohne Motorraum.

150501_A2_Rekonstruktion_Karosserie

Zu erkennen sind in den Abbildungen einige Unebenen bzw. Dellen an der Karosserie, die am echten Dornröschen nicht vorhanden sind und zugleich unser erstes Problem darstellten. Diese Unebenen können die Qualität der Vermessung verzerren. Ursache dafür ist, dass die Punktewolke doppelte Schichten vorweist. Nichtsdestotrotz konnten wir diese mittels einer Glättung verringern.

150501_A3_Doppelte_Schicht

150501_A4_Rekonstruktion_Karosserie_Glättung

 

Nachdem wir unsere Tests durchgeführt sowie uns mit der Rekonstruktion vertraut haben, sind wir auf ein weiteres Problem gestoßen:

Unser nächster Schritt war es die entscheidenden Längsträger für die Schadensanalyse zu rekonstruieren und folgend die X-Z-Symmetrieebene mit Hilfe der Rahmenstruktur und Spritzwand zu ermitteln. Die Scandaten besaßen leider eine zu geringe Punkteanzahl für die Längsträger, um eine Rekonstruktion zu ermöglichen. Die Unterseite der Träger fehlt komplett. Die folgenden Bilder dienen zur Veranschaulichung dieses Problems.

150501_A5_Problem_LängsträgerZusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Rekonstruktion von der äußeren Karosserie mit beiden Kotflügeln und eine X-Z-Symmetrieebene mit Hilfe der Rahmenstruktur und Spritzwand möglich sind. Dennoch ist unser Ziel ein Abbild der vorderen Längsträger von der Ober/-Unterseite zu erstellen und diese miteinander zu vergleichen. Damit können wir bedeutsame Werte für unser Ergebnis erhalten, die für die Instandsetzung entscheidend sind.

Unser nächster Schritt ist die Firma zu kontaktieren, die die Scans durchgeführt hat. Möglicherweise fehlen uns noch einige Scandaten des Unterbodens mit den Längsträgern. Falls keine weiteren Scandaten zur Verfügung stehen, wenden wir uns an die eigene optische Vermessung mittels Faro-Arm zu.

Mit der neuen Vermessung wird uns eine Rekonstruktion der Längsträger ermöglicht. Damit können die Schäden ermittelt werden, um sich unser Ziel zu nähern.

 

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