Das Einscannen beginnt!

Nachdem das Dornröschen vom Rost befreit worden ist, laufen jetzt planmäßig die Vorbereitungen für die Biege- und Torsionsmessungen. Verantwortlich dafür ist Tim Rychlik. Noch einmal zur Erinnerung – den Hintergrund des Vorgehens hatte er uns bereits bei seiner Bewerbung für das Projekt geschildert: 

„Das Ziel dabei ist, die B-Säule zugunsten eines neuen Türkonzeptes entfallen zu lassen. Um die Stabilität der Fahrgastzelle ohne B-Säule sicherstellen zu können, muss die Karosserie in diesem Bereich verstärkt werden. Dazu werde ich die Karosserie einscannen und eine FEM-Analyse durchführen. Das Endergebnis ist dann ein Konzept zur Verstärkung der Karosserie.“

Und so wurde beim Einscannen vorgegangen – beschrieben von Prof. B.:

Mit Hilfe des FARO-Arms, eines institutseigenen Messgeräts, wird die Karosserie optisch vermessen und somit digitalisiert. Das Messgerät besitzt einen Laser-Aufsatz, mit dem die Karosserie abgescannt wird. Die Position des Laser-Scanners wird über die Längen und Winkel des Arms ermittelt (Vektorrechnung!). Die Auswertung erfolgt mittels Laptop und der Software „Cam 2 Measure“. Auf dem folgenden Bild ist der FARO-Arm mit der linken Seite des Dornröschens zu sehen.

20151030_Rychlik_Bild_1Nach der Demontage der hinteren Tür wurde der FARO-Arm so platziert, dass ein möglichst großer Bereich des Fahrzeugs eingescannt werden kann. In der abgebildeten Position können folgende Teile erfasst werden:

  • A-, B- und C-Säule
  • Dachholm
  • Längsträger
  • Hinteres Radhaus
  • Vorderer Teil der Seitenwand
  • Teile des Innenraums

Der Übersicht halber sind die entsprechenden Bereiche in der folgenden Abbildung rot umrandet.

20151030_Rychlik_Bild_2

Das Ergebnis der ersten Stunden sieht wie folgt aus:

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Das Verfahren erfasst zuverlässig alle Details des Fahrzeugs wie die nächsten Bilder der B- und C-Säule zeigen.

20151030_Rychlik_Bild_4 20151030_Rychlik_Bild_5 20151030_Rychlik_Bild_6 20151030_Rychlik_Bild_7

Weitere Eindrücke folgen, sobald alle benötigten Karosseriebereiche eingescannt sind, denn dann folgt die Weiterverarbeitung mittels CAD und FEM.

In neuer Schönheit zum Leben erwecken

Beim letzten Projekttreffen wurde wieder kontrovers diskutiert. Besonders die Frage nach dem besten Verfahren zur Entrostung ist nach wie vor „ein heißes Eisen“.

Projektbesprechung_Fahrzeugtechnik

Dornröschen hat es jetzt auch auf die Facebook-Seite der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften geschafft. Wir hoffen, dass sich dadurch noch mehr Studenten auch „interdisziplinär“ angesprochen fühlen und das Projekt zum Beispiel über die ausgeschriebenen Studienarbeiten voranbringen. Es sind noch Themen zu vergeben. Einfach eine E-Mail schicken an th.benda@ostfalia.de.