Ideen fürs Radfahren in Innovationsworkshop entwickelt
25. September 2026
In einem Innovationsworkshop am 22. September 2026 in Braunschweig haben 15 Teilnehmende engagierte Ideen entwickelt, wie Radfahren attraktiver für junge Menschen werden könnte. Beim Workshop waren sowohl Personen vertreten, die kaum Rad fahren, als auch solche, die regelmäßig aufs Rad steigen.
Während des Workshops entwickelte die Teilnehmenden beispielsweise eine Idee für eine App, mit der sich Menschen für gemeinsame Fahrten verabreden können, um so der Einsamkeit unter jungen Menschen entgegenzuwirken. Eine andere Gruppe brachte ein Konzept für einen autofreien Sonntag ein, der Gemeinschaft fördern und zusätzlich durch Aktionen vor Ort flankiert werden soll. Auch eine integrierte App mit allen wichtigen Informationen zum Fahrradfahren – von Beteiligungsmöglichkeiten in der Planung, Parkmöglichkeiten bis Reparaturstationen – pitchte eine Gruppe.
Diese Ideen liefern wichtige Impulse dafür, auf welche Themen das Projekt LENKER setzen kann: etwa, dass Radfahren Gemeinschaft stiften kann – oder, dass digitale Anwendungen helfen können, Informationsbarrieren und Barrieren im Zugang zum Radfahren zu überwinden. Zum Ende des Workshops hin wurde deutlich, dass nicht-investive Maßnahmen der Radverkehrsförderung immer in Wechselwirkung mit den Bedingungen vor Ort stehen. In der Abschlussrunde äußerten die Teilnehmenden noch einmal zusammenfassend, was sie sich persönlich wünschen würden, um mehr Rad zu fahren. Eine teilnehmende Person fasste zusammen: „Für mich muss die Infrastruktur stimmen.“ Eine Ansicht, die in der Runde viele teilen konnten. Dazu gehörten laut den Teilnehmenden etwa breite und gut beleuchtete Radwege, sichere Abstellmöglichkeiten, günstigere Fahrräder, eine geringere Priorisierung des Autoverkehrs oder die Option, das Fahrrad problemlos mit einer Bahnfahrt zu verknüpfen.
LENKER auf dem Symposium „Cycling and Society“ in Lund
30. August 2026
Das jährlich veranstaltete Symposium „Cycling and Society“ ermöglicht es Forschenden aus unterschiedlichsten Disziplinen und Ländern, über neue Erkenntnisse und aktuelle Fragen der sozialwissenschaftlichen Radverkehrsforschung zu diskutieren. Prof. Dr. Jana Kühl und Judith Rötgers (Ostfalia HaW) nahmen am diesjährigen Symposium in Lund teil, das unter dem Motto „Pedalling Power: Cycling, Politics and Possibilities“ vom 24.-25. September stattfand.

In einem gemeinsamen Vortrag stellten Jana Kühl und Judith Rötgers die methodischen Überlegungen der beiden Projekte LENKER und FMM vor. Grundlegende Frage war, wie sich die Mobilitätspraktiken und Einstellungen gegenüber dem Radfahren von Menschen erforschen lassen, die aktuell wenig Fahrrad fahren. Vorgestellt wurde der Ansatz in LENKER, mobile Interviews zu auf einem Alltagsweg der Teilnehmenden mit einem Verkehrsmittel der Wahl zu führen, um durch andere Mobilitätspraktiken mehr über das Fahrradfahren zu erfahren – ganz nach dem Motto „doing anything but cycling“. Deutlich wurde, dass die (Fahrrad-)Mobilität junger Menschen ein Bereich ist, der noch nicht ausreichend erforscht ist.
Die Praxis kam ebenfalls nicht zu kurz: Abgerundet wurde die Tagung durch eine Radtour durch das spätsommerliche Lund, um Einblicke in die lokale Fahrradkultur zu erhalten.
Innovationsworkshop: Zukunft auf zwei Rädern
Ideen für das Radfahren
17. August 2026
In einem Innovationsworkshop am 22. September 2026 gehen wir der Frage nach, warum viele junge Menschen im Übergang zum Erwachsensein das Radfahren aufgeben. Dafür erkunden wir Braunschweig zunächst auf dem Fahrrad. Unterwegs und im anschließenden Austausch im Workshopraum entwickeln wir zusammen Ideen, die Lust aufs Radfahren machen und positive Anreize für Fahrradmobilität bei jungen Menschen setzen können. Dabei ist es egal, ob du aktuell regelmäßig Fahrrad fährst, nur gelegentlich mit dem Rad unterwegs bist oder es so gut wie nie nutzt. Wir laden dich herzlich ein, deine Perspektive in das Projekt einzubringen!
📍 Braunschweig, Start und Ende am Hauptbahnhof
🕙 22. September 2026, 15:00 – 20:00 Uhr
👥 Interessierte zwischen 16 und 29 Jahren
🤝 70 € Aufwandsentschädigung; für Verpflegung und Fahrräder ist gesorgt
🔍 Die entwickelten Ideen fließen in die Gestaltung von Maßnahmen zur Radverkehrsförderung für junge Menschen sowie in die Weiterentwicklung der Angebote der Projektpartner Outdooractive AG und DB InfraGO ein.
Der Workshop wird von der Ostfalia HaW, der Hochschule Harz, Outdooactive AG und DB InfraGO organisiert.
Eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.
Studentische Projekte: Impulse für das Radfahren im ländlichen Raum

Carola Schmidt (Tourismusverband Harz) und Prof. Dr. Sven Groß. Foto: Sabrina Schneider.
24. Juli 2026
Wie kann Radfahren im ländlichen Raum attraktiver werden – und welche Rolle spielen dabei Gender, Tourismus und digitale Anwendungen? Mehrere studentische Projekte im Master „Tourism and Destination Management“ an der Hochschule Harz haben sich im vergangenen Sommersemester intensiv mit dem Radfahren im ländlich geprägten Raum beschäftigt. Unter der Betreuung von Prof. Dr. Sven Groß erarbeiteten die Studierenden konkrete Analysen und Ideen für eine fahrradfreundlichere Region. Die Themen dazu hatten die externen Kooperationspartner Outdooractive, Ostfalia HaW und der Harzer Tourismusverband eingebracht. Im Fokus stand die Frage, wie Radfahren besonders für junge Menschen im ländlichen Raum attraktiver werden kann.
Eine Gruppe analysierte die Rolle von Gender für das Radfahren im ländlich geprägten Raum und stellte Unterschiede in der Sicherheitswahrnehmung unterschiedlicher Geschlechter fest. Anhand der erforschten Bedarfe und Wünsche von Fahrradtourist*innen erarbeitete eine andere Gruppe neue, attraktive Radrouten im Harz. Eine dritte Gruppe entwarf Ideen für digitale Anwendungen, die Lust aufs Radfahren machen sollen – mit Funktionen von Routenplanung bis Gamification. Im Mittelpunkt aller Projekte: junge Menschen als Zielgruppe.
Am 17. Juli 2026 präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse den Kooperationspartnern. „Die Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie praxisnah und kreativ wissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet werden können“, betonte Prof. Dr. Sven Groß. „Besonders wertvoll war der direkte Austausch zwischen Studierenden, Hochschule und Praxispartnern. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und die spannenden Einblicke.“
Die Ergebnisse fließen in die Arbeit der Kooperationspartner ein. So werden die Ergebnisse für das Projekt LENKER aufgegriffen und vertieft. Damit leisten die studentischen Projekte einen konkreten Beitrag zur zukünftigen Radverkehrsentwicklung.
Auftakt mit den assoziierten Partner*innen
15. April 2026
In einem digitalen Auftakttreffen am 15. April 2026 berichtete das Team von LENKER den unterstützenden Partner*innen über die geplanten Projektinhalte und Arbeitsschritte. Die Teilnehmenden diskutierten darüber hinaus über Anknüpfungspunkte, wie junge Menschen für das Projekt angesprochen und gewonnen werden können. Beteiligt waren Vertreter*innen des ADFC Goslar, der EIN HARZ GmbH, des Green Office der TU Braunschweig, der IHK Wernigerode, der Otto-Bennemann-Schule in Braunschweig, der AG Nachhaltigkeit der Hochschule Harz, der Eintracht Braunschweig, der Oskar Kämmer Schule, der Stadt Braunschweig und des Gymnasiums Raabeschule in Braunschweig.
Als nächste inhaltliche Schritte sind die wissenschaftliche Bearbeitung der Fragestellungen durch eine quantitative Panel-Erhebung und qualitative Interviews sowie die Entwicklung von Sofortmaßnahmen durch DB Rad+ & Ourdooractive geplant. Dafür geht das Projektteam in den nächste Wochen auf die einzelnen Partner*innen zu.
Im Projekt soll zudem eine Community of Practice etabliert werden, um über Projekterkenntnisse zu informieren und diskutieren und darüber hinaus den Austausch über die Radverkehrsförderung bei jungen Menschen zu ermöglichen. Wir planen dafür etwa halbjährlich überwiegend digitale Treffen. Die Community of Practice ist offen für alle Interessierten.
Der nächste Austauschtermin ist im Herbst 2026 geplant – über den genauen Termin informieren wir rechtzeitig.
Interner Projektauftakt in Wernigerode
27. Januar 2026
Das Projektteam traf sich am 27. Januar 2026 auf dem Campus Wernigerode der Hochschule Harz für den internen Kick-off-Termin. In dem Termin wurden die Weichen für die gemeinsame Zusammenarbeit in den nächsten Jahren gestellt, Projektpläne konkretisiert und eine gemeinsame Vision des Projektes entwickelt.








