
Wie kann Radfahren im ländlichen Raum attraktiver werden – und welche Rolle spielen dabei Gender, Tourismus und digitale Anwendungen? Mehrere studentische Projekte im Master „Tourism and Destination Management“ an der Hochschule Harz haben sich im vergangenen Sommersemester intensiv mit dem Radfahren im ländlich geprägten Raum beschäftigt. Unter der Betreuung von Prof. Dr. Sven Groß erarbeiteten die Studierenden konkrete Analysen und Ideen für eine fahrradfreundlichere Region. Die Themen dazu hatten die externen Kooperationspartner Outdooractive, Ostfalia HaW und der Harzer Tourismusverband eingebracht. Im Fokus stand die Frage, wie Radfahren besonders für junge Menschen im ländlichen Raum attraktiver werden kann.
Eine Gruppe analysierte die Rolle von Gender für das Radfahren im ländlich geprägten Raum und stellte Unterschiede in der Sicherheitswahrnehmung unterschiedlicher Geschlechter fest. Anhand der erforschten Bedarfe und Wünsche von Fahrradtourist*innen erarbeitete eine andere Gruppe neue, attraktive Radrouten im Harz. Eine dritte Gruppe entwarf Ideen für digitale Anwendungen, die Lust aufs Radfahren machen sollen – mit Funktionen von Routenplanung bis Gamification. Im Mittelpunkt aller Projekte: junge Menschen als Zielgruppe.
Am 17. Juli 2026 präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse den Kooperationspartnern. „Die Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie praxisnah und kreativ wissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet werden können“, betonte Prof. Dr. Sven Groß. „Besonders wertvoll war der direkte Austausch zwischen Studierenden, Hochschule und Praxispartnern. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und die spannenden Einblicke.“
Die Ergebnisse fließen in die Arbeit der Kooperationspartner ein. So werden die Ergebnisse für das Projekt LENKER aufgegriffen und vertieft. Damit leisten die studentischen Projekte einen konkreten Beitrag zur zukünftigen Radverkehrsentwicklung.

