Globale Impulse für nachhaltige Technologien: Ostfalia unterwegs in Vietnam und Japan

Teilnehmende zum Workshop des deutsch-vietnamesischen Projekts „Revfin“ in Nha Trang

In Vietnam und Japan hat Prof. Max Juraschek im März 2026 die Ostfalia, die Fakultät Fahrzeugtechnik und das Institut für Recycling bei den Konferenzen CIRP Life Cycle Engineering (LCE 2026) und der Marine Litter Prevention and Sustainable Practices towards a Circular Economy (MARLISPACE) vertreten. Ziel der 12-tägigen Reise war es, Kontakte zu internationalen Forschenden zu vertiefen, aktuelle Ergebnisse der Ostfalia im Bereich Recycling von Kunststoffen aus dem Fischereisektor sowie im Life Cycle Engineering zu präsentieren und den fachlichen Austausch für aktuelle und zukünftige gemeinsame Projekte zu nutzen. Dabei stand der Ausbau internationaler Forschungskooperationen sowie der Austausch zu aktuellen Forschungsarbeiten im Mittelpunkt.

Bei der MARLISPACE Konferenz, die gemeinsam von der Ostfalia und der Hochschule in Nha Trang organisierte wurde, waren die Fakultäten Fahrzeugtechnik sowie Verkehr-Sport-Tourismus-Medien mit vielfältigen Beiträgen vertreten. Prof. Juraschek stellte in einem Vortrag u.a. die Rolle des Life Cycle Engineerings bei der Entwicklung von Recyclingprozessen vor („The Role of Life Cycle Engineering in the Design of Recycling Processes for Fishing Gear“). Ein besonderer Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Max Ehleben, Prof. Harald Rau und Dr. Thomas Potempa, die bereits seit einigen Jahren intensiv in den gemeinsamen Forschungsprojekten der Ostfalia und der Nha Trang University involviert sind.

Projektteam der Ostfalia und weitere Teilnehmende der MARLISPACE Konferenz

Nach der direkten Weiterreise in Richtung Kamakura südlich von Tokio begann die Life Cycle Engineering Konferenz mit dem Besuch der Toshiba Recycling Plant in Yokohama und damit einem praxisnahen Einblick in industrielle Recyclingprozesse und moderne Anlagentechnik. In den folgenden Konferenztagen hat Prof. Juraschek zwei weitere aktuelle Forschungsarbeiten vorstellen dürfen mit den Titeln „E-Strategies for the Structured Identification of Measures for Improving Energy Performance of Manufacturing Enterprises“, basierend auf Forschungsarbeiten gemeinsam mit Kolleg*innen der TH Schweinfurt-Würzburg und der TH Lübeck, und „The Role of Surface Coatings in Recyclability of Plastic Products“ aus der Zusammenarbeit mit Kolleg*innen der TU Braunschweig und des Fraunhofer IST im Rahmen der Open Hybrid LabFactory in Wolfsburg. In einer geleiteten Session zum Themenfeld „Life Cycle Assessment“ konnten darüber hinaus zentrale Fragestellungen zur ökologischen Bewertung von Produkten und Prozessen mit Fachleuten aus Wissenschaft, Industrie und Politik diskutiert werden.

Die Reise umfasste weitere Aktivitäten in Vietnam und Japan: Vor der Konferenz fand in Vietnam ein Workshop mit den Projektpartnern des REVIFIN-Projekts statt. Dort wurden aktuelle Projektergebnisse diskutiert, weitere Arbeitspakete abgestimmt und Ansatzpunkte für eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktionssysteme entwickelt. Während der Veranstaltungen ergaben sich auch zahlreiche intensive Fachgespräche mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. In den Diskussionen wurden neue Forschungslücken identifiziert, beispielsweise zur Nutzung von Abfallstoffen aus der Holzverarbeitung für die Kunststoffherstellung. Gleichzeitig konnten Impulse für laufende und geplante Forschungsprojekte der Fakultät Fahrzeugtechnik gewonnen werden.

Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Max Ehleben, Prof. Harald Rau und Dr. Thomas Potempa

Durch den Austausch mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Institutionen wurden neue Kontakte unter anderem zu Hochschulen aus China, Taiwan, Österreich und Japan geknüpft und das internationale Netzwerk der Ostfalia weiter ausgebaut. Für die kommenden Jahre ist geplant, die Mitgliedschaft im Scientific Committee der CIRP LCE zu erhalten, regelmäßig wissenschaftliche Beiträge zu den Konferenzen einzureichen und die entstandenen Kontakte für gemeinsame internationale Forschungsvorhaben zu nutzen.

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