Exkursion zur Zhejiang University: Internationale Einblicke für die Fakultät Bau-Wasser-Boden

Die Exkursion zur Zhejiang University of Science and Technology verfolgte mehrere zentrale Ziele. Neben dem fachlichen Austausch mit der Partneruniversität stand insbesondere die Internationalisierung der Studierenden im Fokus. Ein wesentliches Anliegen war es, den Studierenden China als möglichen Standort für ein Auslandssemester näherzubringen und Hemmschwellen gegenüber einem Aufenthalt in einem kulturell und sprachlich unterschiedlichen Umfeld abzubauen. Darüber hinaus sollte die Exkursion die Studierenden dazu anregen, über ihren bisherigen Horizont hinauszuschauen und sich aktiv auf neue internationale Erfahrungen einzulassen.

Neben den Programmpunkten an der Partneruniversität umfasste die Exkursion verschiedene Stationen innerhalb Chinas. Dadurch wurde den Studierenden ein breites Spektrum an Eindrücken vermittelt, das sowohl akademische als auch kulturelle Aspekte abdeckte. Ein besonderer Bestandteil der Exkursion war die Durchführung eines internationalen Workshops unter Beteiligung der Hochschule München, der Technischen Hochschule Lübeck, der Zhejiang University of Science and Technology sowie der Ostfalia Hochschule. Im Rahmen dieses Workshops arbeiteten Studierende unterschiedlicher Hochschulen gemeinsam an fachlichen Fragestellungen. Dabei stand neben dem inhaltlichen Austausch insbesondere die internationale Zusammenarbeit im Vordergrund. Die Teilnehmenden konnten Erfahrungen im interkulturellen Arbeiten sammeln und ihre fachlichen Kompetenzen in einem internationalen Kontext anwenden. Ergänzend zum Lehr- und Hochschulaustausch wurden verschiedene Städte und Regionen besucht, Firmenbesichtigungen durchgeführt sowie Baustellen besichtigt. Diese Kombination ermöglichte es, theoretische Inhalte mit praktischen Eindrücken zu verknüpfen und das Land in seiner Vielfalt kennenzulernen.

Die Studierenden konnten feststellen, dass die Bautätigkeit in China deutlich intensiver ist als in Deutschland. Insbesondere die Dimension und Geschwindigkeit von Bauprojekten hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Durch Firmenbesuche und Baustellenbesichtigungen erhielten die Teilnehmenden zudem Einblicke in Bauprozesse und Organisation vor Ort, die technische Umsetzung von Bauprojekten sowie die Qualität der Bauausführung. Dies ermöglichte eine realistische Einschätzung der Baupraxis in einem internationalen Kontext. Ein zentraler Mehrwert der Exkursion lag in der persönlichen und interkulturellen Entwicklung der Studierenden. Durch den direkten Kontakt mit einer fremden Kultur und Sprache konnten sie ihre interkulturelle Kompetenz erweitern, Unsicherheiten im Umgang mit unbekannten Situationen abbauen sowie Offenheit gegenüber neuen Umgebungen entwickeln. Besonders prägend war die Erfahrung, selbst als Ausländer in einem fremden Land zu sein. Die Studierenden konnten unmittelbar erleben, wie wichtig eine freundliche Aufnahme und gegenseitige Unterstützung sind. Diese Erfahrungen tragen wesentlich dazu bei, Empathie, Selbstständigkeit und Anpassungsfähigkeit zu fördern.

Die Exkursion hat einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung der Fakultät geleistet. Die Studierenden konnten China nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern als realistische Option für ein Auslandssemester wahrnehmen. Dadurch wurde die Bereitschaft erhöht, künftig internationale Studienangebote wahrzunehmen. Der internationale Workshop hat dabei in besonderem Maße zur Internationalisierung beigetragen, da er die Zusammenarbeit zwischen mehreren Hochschulen aktiv erlebbar gemacht hat. Durch die gemeinsame Bearbeitung von Aufgabenstellungen konnten die Studierenden nicht nur fachlich profitieren, sondern auch ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit in internationalen Teams stärken. Gleichzeitig stärkt die Exkursion die langfristige Zusammenarbeit mit der Zhejiang University of Science and Technology und fördert den akademischen Austausch.

Die Exkursion war sowohl aus fachlicher als auch aus persönlicher Sicht ein voller Erfolg. Sie hat gezeigt, dass internationale Erfahrungen einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren leisten. Neben fachlichen Kenntnissen gewinnen insbesondere interkulturelle Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Die Kombination aus Hochschulaustausch, praktischen Einblicken in die Baupraxis sowie kulturellen Erfahrungen stellt ein sehr wirkungsvolles Format dar, um Studierende auf eine globalisierte Arbeitswelt vorzubereiten.

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