Brainstorming im Hybridlabor: Während des 2. Labortreffens tragen die Teilnehmenden eine umfassende Liste mit Themen und Schlagwörtern zusammen, die zum Bereich der digitalen Kompetenzen gezählt werden. Diese Themen-Sammlung ist die inhaltliche Grundlage für die Entwicklung des Lernmoduls ‚Digitale Kompetenzen‘.
Das DisAM-Hybridlabor ist eine Arbeitsgruppe mit 4 Fachkräften und vier Beschäftigten, die sich bis Ende 2026 regelmäßig online trifft und sich mit digitaler Bildung zur Arbeitsmarktqualifizierung auseinandersetzt.
Publikum 2022 während der Präsentation des Vorgängerprojekts diBa
Das DisAM-Forschungsteam präsentiert erstmals einer breiten Öffentlichkeit
das neue Modellprojekt. Anlass ist der Werkstätten:Tag 2024 der BAG-WfbM in
Lübeck.
Der Bundeskongress ist die bedeutendste Austausch- und Netzwerkplattform der Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung in Deutschland. Schwerpunkt des diesjährigen Werkstätten:Tages mit 2.000 Teilnehmenden sind die besonderen Herausforderungen einer inklusiven Arbeitswelt.
Beschäftigte in sechs Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung
(WfbM) testen dafür bereits vorhandene Bildungsangebote zur beruflichen
Qualifizierung.
In Kleingruppen werden online und in Präsenz digitale Bildungsangebote im Internet recherchiert und nach selbst entwickelten Kriterien für digitale Qualifizierungsprogramme bewertet.
Für die regelmäßigen Treffen stellt das DisAM-Forschungsteam Tablets und Software zur Verfügung.
In der Erhebungsphase sammelt das DisAM-Forschungsteam in fünf verschiedenen Bundesländern Daten zur selbstbestimmten Qualifizierung von Beschäftigten für einen Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Dazu gehören Gruppendiskussionen mit Beschäftigten in den Werkstätten, Interviews mit Leitungskräften und Netzwerkanalysen mit Fachkräften und Beschäftigten. Zusätzlich werden digitale Fragebögen von Fachkräften der beteiligten WfbM ausgefüllt. Durch die großzügige Offenheit und Unterstützung der beteiligten Einrichtungen mit ihren engagierten Teilnehmenden ist die Daten-Erhebung sehr erfolgreich verlaufen.
Die Wissenschafter*innen des DisAM-Teams widmen sich ab jetzt der Auswertung des umfangreichen Materials mit dem Ziel, Erkenntnisse über den fördernden Einsatz von digitaler Qualifizierung in Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen zu erlangen.
Die 10 Teilnehmenden treffen sich ab jetzt regelmäßig online (bis Winter 2025)
Die Arbeitsgruppe des DisAM-Hybridlabors hat sich das erste Mal in einem Video-Meeting getroffen. Fachkräfte und Beschäftigte erarbeiten gemeinsam ein Lernmodul zum Thema ‚Digitale Kompetenzen am Arbeitsplatz‘ und machen Usability-Tests des DisAM-Qualifizierungsmoduls.
Während des Forschungsprojekts werden regelmäßig vorläufige Ergebnisse und Projektfortschritte dem DisAM-Beirat vorgestellt und ein Rahmen für den gemeinsamen Austausch geschaffen. Der Beirat setzt sich im Kern zusammen aus VertreterInnen des BMAS, der Kooperationspartnerin gdw nord und der beforschten Einrichtungen. Das DisAM-Team präsentiert im ersten Beiratstreffen am 22.05.2024 Erkenntnisse aus dem Forschungs-Pretest und gibt einen kurzen Einblick in den Praxisteil des Modellprojekts.
Das nächste Beiratstreffen findet im Mai 2025 statt. Weitere Informationen folgen.
Das DisAM-Team präsentiert den Teilnehmenden die Forschungsergebnissse des Pretests.
Nachdem das Forschungsteam im Pretest ausführlich die Methoden der Gruppendiskussion, Netzwerkanalyse, Experteninterviews und Fragebogenerhebung testen konnte, hieß es nun, der Einrichtung die Ergebnisse zurück zu spielen.
Beschäftigte, Fach- und Führungskräfte der Einrichtung versammelten sich in einem Gruppenraum zur Präsentation. Nach einer Vorstellung des mittlerweile großen Forschungsteams, wurden die Ergebnisse der Erhebungen zur digitalen Infrastruktur und digitalen Kompetenzen in der Einrichtung sowie den Potentialen, Förderfaktoren und Hemmnissen in Bezug auf den Übergang von der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorgestellt.
Auch die Netzwerke von Beschäftigten und Fachkräften wurden thematisiert, um zu zeigen, wo Potentiale liegen, die die Vernetzung mit dem allgemeinen Arbeitsmarkt stärken könnten. Nicht zuletzt wurden ebenso die Bildungswünsche der Beschäftigten und Fachkräfte aufgegriffen, die den Ausbau digitaler und sprachlicher Fähigkeiten sowie Fortbildungsbedarfe fokussierten.
Nach der Präsentation und einem Austausch im Plenum wurde der Vormittag noch mit einer Führung durch die Werkstatt abgerundet. Hier konnten noch einmal interessante Einblicke und neue Impulse mitgenommen werden!
Wir freuen uns, dass wir in der Einrichtung forschen durften und bedanken uns bei allen beteiligten Personen!
DisAM-Projektleiter Prof. Ludger Kolhoff stellt in seinem neu veröfffentlichten Beitrag ‚Chancen der Digitalisierung für die Arbeitsmarktqualifizierung von Menschen mit Beeinträchtigung‘ unter anderem das DisAM-Modellprojekt vor und beschreibt darin das große Potenzial der Digitalisierung, um die beruflichen Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung zu erweitern und somit zu einer inklusiveren Gesellschaft beizutragen.
In: Kolhoff, L. (eds). (2024). Aktuelle Diskurse in der Sozialwirtschaft V. Perspektiven Sozialwirtschaft und Sozialmanagement. Springer VS, Wiesbaden.