Forschung trifft Mobilität: IEEE Intelligent Vehicles Symposium 2026 in Detroit

Wissenschaftliche Konferenz

Bei dem diesjährigen IEEE Intelligent Vehicles Symposium hatte ich (Christoph Rohmann) die Gelegenheit, unsere aktuellen Forschungsergebnisse einem internationalen Kreis von Forschenden vorzustellen. Die Konferenz fand im historischen Renaissance Center in Detroit statt.

Abbildung 1: Links: Konferenzbeitrag in Poster Session. Rechts: Renaissance Center

In unserem Konferenzbeitrag mit dem Titel Bayesian Risk-Aware Routing with Exposure Prediction and Uncertainty Propagation haben wir eine Methode vorgestellt, mit welcher historische Unfalldaten und prädiziertes Verkehrsaufkommen in einem statistischen Risikomodell verknüpft und als Gewichtungsgröße für eine sicherheitsoptimierte Routenplanung genutzt werden. Damit soll es intelligenten Fahrzeugen ermöglicht werden, bereits in der Planungsphase eine Route mit einem möglichst geringen modellierten Unfallrisiko zu ermitteln.

Mit rund 300 akzeptierten Publikationen bot die Konferenz ein breites Spektrum an Vorträgen, Poster-Sessions und Keynote-Beiträgen aus dem Bereich intelligenter Fahrsysteme. Dabei konnte ich in Gesprächen mit weiteren Konferenzteilnehmern diverse Impulse für unsere eigenen Forschungsarbeiten mitnehmen. Besonders spannend waren für mich die Workshop-Sessions am ersten Konferenztag, in denen in kleineren Gruppen fokussierte Themenblöcke u.a. zu Open Science, Entwicklungswerkzeugen für automatisierte Fahrsysteme und die Rolle von modernen Simulationsarchitekturen behandelt und diskutiert wurden.

Ein weiteres Highlight der Konferenz war die Besichtigung des Testfelds für vernetzte und fahrerlose Mobilität Mcity der gastgebenden University of Michigan in Ann Harbor. Das Testfeld zählt als eines der größten seiner Art und beinhaltet ein urbanes Umfeld zum Testen fahrerloser Systeme unter realitätsnahen Bedingungen. Während einer Fahrt mit einem automatisierten Bus wurde uns das Testfeld von Mitarbeitenden der Unviersity of Michigan live demonstriert.

Impressionen von Detroit

Detroit ist insbesondere aus fahrzeugtechnischer Sicht eine interessante Stadt. Einst als Herz der amerikanischen Automobilwirtschaft bekannt, wird Detroit heutzutage eher mit dem Begriff einer Geisterstadt in Verbindung gebracht. Auch wenn die industrielle Situation nicht länger der Blütezeit der Stadt zu entsprechen scheint, sind dennoch viele innovative Entwicklungen in der Stadt zu sehen. So sind beispielsweise Testfahrzeuge der Firma Waymo, genutzt als automatisierte Taxis, bereits fester Bestandteil des öffentlichen Straßenverkehrs.

Abbildung 2: Waymo Testfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr
Abbildung 3: Detroit-style Pizza

Kulinarisch ist Detroit vor allem für die Detroit-style Pizza bekannt, die ich mir natürlich während meines Aufenthalts nicht entgehen lassen wollte. Anders als bei italienischen Pizzen, handelt es sich dabei um eine rechteckige Pfannenpizza mit einem dicken Boden. Darüber hinaus bot Detroit viele weitere, für die USA typische und bekannte, Essensmöglichkeiten. Einzig die Trinkgeldkultur war anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig.

Alles in allem war die Reise nach Detroit für mich insbesondere durch den spannenden Austausch mit internationalen Forschenden und die Einblicke in die lokale Kultur eine prägende Erfahrung.

Abbildung 4: Impressionen aus Detroit (1)
Abbildung 5: Impressionen aus Detroit (2)

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