DisAM-Abschlusstagung „Digital und selbstbestimmt“

Das Forschungsprojekt DisAM steht kurz vor dem Abschluss und das DisAM-Team rundet das Modellprojekt mit der Fachtagung „Digital und selbstbestimmt – Arbeitsmarktqualifizierung für Menschen mit Behinderungen“ an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel und als Video-Stream ab.

Die Veranstaltung beginnt nach einer Begrüßung durch den Moderatoren Uwe Hiltner zunächst mit Grußworten der Studiendekanin der Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia Hochschule Prof. Dr. Claudia Kaiser, dem Leiter des Projektes „DisAM“ Prof. Dr. Ludger Kolhoff und der Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmanagement Prof. Dr. Susanne A. Dreas. Im Anschluss begrüßen die politischen Vertreter Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales a. D. und Mitglied des Deutschen Bundestags, Prof. Dr. Reza Asghari, Mitglied des Deutschen Bundestags und Markus Müller, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales ebenfalls die Gäste vor Ort und online.

DisAM-Projektleiter Prof. Dr. Ludger Kolhoff
(Foto: Alec Pein)

Bei dem anschließenden Vortrag „Werkstätten im Wandel: Sozialpolitische Anforderungen an Wirkung und Wirksamkeit der Teilhabe am Arbeitsleben. Rückblick, Bestandsaufnahme und Herausforderungen für die Zukunft“ von Dr. Michael Boecker, Professor für Sozialmanagement und Wirkungsorientierung der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Dortmund, werden die Themen des Tages gesetzt, die im Verlauf der Veranstaltung immer wieder auftauchen: Wirkung und Wirksamkeit in der Eingliederungshilfe. Neben einer Klärung der Begrifflichkeiten wird auch die Frage diskutiert, ob man dem Wirksamkeitsanspruch des Sozialgesetzes überhaupt gerecht werden kann.

Vortrag von Dr. Michael Boecker
(Foto: Alec Pein)

Im Anschluss des Vortrags von Herrn Boecker referiert das DisAM-Projektteam über die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Chancen der Digitalisierung für die selbstbestimmte Arbeitsmarktqualifizierung von Menschen mit Schwerbehinderung“. Das Wissenschaftler*innen stellen u. a. die im Forschungsprojekt entstandenen Handreichungen vor, die auf der Webseite unter DisAM-Ergebnisse zum Download bereitstehen.

Handreichung I:
„Werkstatt der Zukunft – Übergänge inklusiv und digital gestalten“

Handreichung II:
„Best Practices in der selbstbestimmten Arbeitsmarktqualifizierung von Menschen mit Behinderung“

Die Materialien dienen als Arbeitsgrundlage für einen Transformationsprozess in Werkstätten für die Implementierung digitaler Bildung und Qualifizierung zur selbstbestimmten Arbeitsmarktqualifizierung sowie des Ausbaus eines systematischen Übergangsmanagements zur Förderung der Arbeitsmarktübergänge in WfbM. Anhand von Best Practice-Beispielen werden Praxiseinblicke gegeben, die Impulse für die Weiterentwicklung der WfbM geben. Außerdem wird mit einem Preview des Lernszenarios „Arbeitsplatz Tischlerei“ eine innovative und interaktive Bildungslandschaft für die Berufsqualifizierung vorgestellt, das im Rahmen des DisAM-Projektes in Kooperation mit Fachkräften und Beschäftigten entstanden ist.

DisAM-Mediendesignerin Dörte U. Engelkes präsentiert das neue Lernpanorama
(Foto: Alec Pein)

Nach der Mittagspause verteilen sich die Teilnehmenden auf drei Workshops:

  • Workshop A: „Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt durch Kooperationen und Nutzung von Synergieeffekten (das Modell der Hamburger Arbeitsassistenz & Elbe-Werkstätten)“
    Referent: Achim Ciolek (Hamburger Arbeitsassistenz)
  • Workshop B: „Strategische Meilensteine und Best Practice Modelle für ein erfolgreiches Übergangsmanagement“
    Referent*innen: DisAM-Projektteam
  • Workshop C: „Digitale Bildung mit dem DisAM-Lernszenario am Beispiel virtueller Arbeitsplatz Tischlerei“
    Referent*innen: Dörte U. Engelkes (DisAM-Projektteam) mit den Laborant*innen des „Hybridlabors“ als Teil des DisAM-Projektes
Die Hybridlaborant*innen stellen die Arbeit des Beteiligungsformats Hybridlabors vor
(Foto: Erik Dietzel)

In der abschließenden Podiumsdiskussion wird unter anderem diskutiert, wie digitale Bildung auch mit begrenzten Ressourcen umgesetzt werden kann. „Entscheidend ist das Mindset“, so Prof. Dr. Boecker, dann ließe sich auch mit wenigen Mitteln ein Anfang machen. Im Mittelpunkt sollte dabei immer der Mensch stehen, betont Barbara Philipp, stellvertretende Vorsitzende der Werkstatträte Niedersachsen. „Alles wird digitalisiert“, so die Vorsitzende, von Fahrkarten bis Bankgeschäfte – umso wichtiger, dass alle Menschen daran teilhaben können. 

Podiumsdiskussion (v. l. n. r.):
Uwe Hiltner, Heiko Bruhn, Barbara Philipp, Sarah Goldmann-Marr,
Bastian Thiedau, Erik Dietzel, Michael Boecker, Ludger Kolhoff
(Foto: Alec Pein)

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für die Moderation, Vorträge, Podiumsteilnahme, technische Umsetzung und Bewirtung, die die Tagung möglich gemacht und bereichert haben. Ein Dank auch an alle Teilnehmenden für das Interesse und den Austausch bei der Tagung.

(Foto: Alec Pein)