Nach dreijähriger Forschungsarbeit endet unser Modellprojekt DisAM. Es war eine intensive Zeit mit vielen Begegnungen und Gesprächen – insbesondere mit den am Forschungsprojekt beteiligten Einrichtungen. Durch diese Forschungskooperationen haben wir die Gelegenheit bekommen, einen tiefen und intensiven Einblick in die Arbeit der Eingliederungshilfe zu erhalten. Nur durch die große Unterstützung und Mitwirkung dieser sieben Einrichtungen in Norddeutschland konnte es gelingen, das Forschungsprojekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Danken möchten wir auch besonders den Beschäftigten in den WfbM, die so engagiert und konstruktiv mitgearbeitet haben. Ohne sie hätten wir das Forschungsprojekt nicht so erfolgreich abschließen können. Wir hoffen, dass alle Beteiligten genauso wie wir von der Zusammenarbeit profitieren konnten und sowohl Anregungen als auch innovative Ideen für ihre zukünftige Arbeit daraus entwickeln werden. Auf unserer Abschlusstagung am 25. März 2026 unter dem Titel: „Digital und selbstbestimmt – Arbeitsmarktqualifizierung für Menschen mit Behinderungen“ konnten wir bereits einem breiten Fachpublikum die vorläufigen Ergebnisse präsentieren. Die ersten Publikationen des DisAM-Forschungsprojektes stehen allen Interessierten schon jetzt als „Handreichungen“ auf dieser Homepage zur Verfügung. Der ausführliche Forschungsbericht und die DisAM-Buchpublikation wird in Kürze folgen. Ebenso wird es einen Iversity-Kurs geben, der sowohl WfbM-Fachkräften als auch Studierenden online zur Verfügung gestellt wird. Genauso steht allen Interessierten der Zugang zum DisAM-Lernpanorama zur Verfügung.
Das DisAM-Team bedankt sich abschliessend für die großartige Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten!!!
Das DisAM-Team: Insa Schulze, Anja Klockenhoff, Dörte Ulka Engelkes, Dr. Karen Frankenstein, Heiko Bruhn, Justus Hagen Sprengel, Clemens Ahrens und Prof. Dr. Ludger Kolhoff
Das Forschungsprojekt DisAM steht kurz vor dem Abschluss und
das DisAM-Team rundet das Modellprojekt mit der Fachtagung „Digital und
selbstbestimmt – Arbeitsmarktqualifizierung für Menschen mit Behinderungen“ an
der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel und als Video-Stream ab.
Die Veranstaltung beginnt nach einer Begrüßung durch
den Moderatoren Uwe Hiltner zunächst mit Grußworten der Studiendekanin der
Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia Hochschule Prof. Dr. Claudia Kaiser, dem
Leiter des Projektes „DisAM“ Prof. Dr. Ludger Kolhoff und der Vorsitzenden der
Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmanagement Prof. Dr. Susanne A. Dreas. Im
Anschluss begrüßen die politischen Vertreter Hubertus Heil, Bundesminister für
Arbeit und Soziales a. D. und Mitglied des Deutschen Bundestags, Prof. Dr. Reza
Asghari, Mitglied des Deutschen Bundestags und Markus Müller, Referatsleiter im
Bundesministerium für Arbeit und Soziales ebenfalls die Gäste vor Ort und
online.
DisAM-Projektleiter Prof. Dr. Ludger Kolhoff (Foto: Alec Pein)
Bei dem anschließenden Vortrag „Werkstätten im Wandel:
Sozialpolitische Anforderungen an Wirkung und Wirksamkeit der Teilhabe am
Arbeitsleben. Rückblick, Bestandsaufnahme und Herausforderungen für die
Zukunft“ von Dr. Michael Boecker, Professor für Sozialmanagement und
Wirkungsorientierung der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Dortmund, werden
die Themen des Tages gesetzt, die im Verlauf der Veranstaltung immer wieder auftauchen:
Wirkung und Wirksamkeit in der Eingliederungshilfe. Neben einer Klärung der
Begrifflichkeiten wird auch die Frage diskutiert, ob man dem
Wirksamkeitsanspruch des Sozialgesetzes überhaupt gerecht werden kann.
Vortrag von Dr. Michael Boecker (Foto: Alec Pein)
Im Anschluss des Vortrags von Herrn Boecker referiert das DisAM-Projektteam über die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Chancen der Digitalisierung für die selbstbestimmte Arbeitsmarktqualifizierung von Menschen mit Schwerbehinderung“. Das Wissenschaftler*innen stellen u. a. die im Forschungsprojekt entstandenen Handreichungen vor, die auf der Webseite unter DisAM-Ergebnisse zum Download bereitstehen.
Handreichung I: „Werkstatt der Zukunft – Übergänge inklusiv und digital gestalten“
Handreichung II: „Best Practices in der selbstbestimmten Arbeitsmarktqualifizierung von Menschen mit Behinderung“
Die Materialien dienen als Arbeitsgrundlage für einen
Transformationsprozess in Werkstätten für die Implementierung digitaler Bildung
und Qualifizierung zur selbstbestimmten Arbeitsmarktqualifizierung sowie des
Ausbaus eines systematischen Übergangsmanagements zur Förderung der
Arbeitsmarktübergänge in WfbM. Anhand von Best Practice-Beispielen werden
Praxiseinblicke gegeben, die Impulse für die Weiterentwicklung der WfbM geben.
Außerdem wird mit einem Preview des Lernszenarios „Arbeitsplatz Tischlerei“ eine
innovative und interaktive Bildungslandschaft für die Berufsqualifizierung
vorgestellt, das im Rahmen des DisAM-Projektes in Kooperation mit Fachkräften
und Beschäftigten entstanden ist.
DisAM-Mediendesignerin Dörte U. Engelkes präsentiert das neue Lernpanorama (Foto: Alec Pein)
Nach der Mittagspause verteilen sich die Teilnehmenden auf
drei Workshops:
Workshop A: „Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt durch Kooperationen und Nutzung von Synergieeffekten (das Modell der Hamburger Arbeitsassistenz & Elbe-Werkstätten)“ Referent: Achim Ciolek (Hamburger Arbeitsassistenz)
Workshop B: „Strategische Meilensteine und Best Practice Modelle für ein erfolgreiches Übergangsmanagement“ Referent*innen: DisAM-Projektteam
Workshop C: „Digitale Bildung mit dem DisAM-Lernszenario am Beispiel virtueller Arbeitsplatz Tischlerei“ Referent*innen: Dörte U. Engelkes (DisAM-Projektteam) mit den Laborant*innen des „Hybridlabors“ als Teil des DisAM-Projektes
Die Hybridlaborant*innen stellen die Arbeit des Beteiligungsformats Hybridlabors vor (Foto: Erik Dietzel)
In der abschließenden Podiumsdiskussion wird unter anderem
diskutiert, wie digitale Bildung auch mit begrenzten Ressourcen umgesetzt
werden kann. „Entscheidend ist das Mindset“, so Prof. Dr. Boecker, dann ließe
sich auch mit wenigen Mitteln ein Anfang machen. Im Mittelpunkt sollte dabei
immer der Mensch stehen, betont Barbara Philipp, stellvertretende Vorsitzende
der Werkstatträte Niedersachsen. „Alles wird digitalisiert“, so die
Vorsitzende, von Fahrkarten bis Bankgeschäfte – umso wichtiger, dass alle
Menschen daran teilhaben können.
Podiumsdiskussion (v. l. n. r.): Uwe Hiltner, Heiko Bruhn, Barbara Philipp, Sarah Goldmann-Marr, Bastian Thiedau, Erik Dietzel, Michael Boecker, Ludger Kolhoff (Foto: Alec Pein)
Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für die Moderation,
Vorträge, Podiumsteilnahme, technische Umsetzung und Bewirtung, die die Tagung
möglich gemacht und bereichert haben. Ein Dank auch an alle Teilnehmenden für
das Interesse und den Austausch bei der Tagung.
Das Forschungsteam startet mit den Vorbereitungen für die DisAM-Roadshow: zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 präsentiert das DisAM-Team erste Forschungsergebnisse in unterschiedlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe, in den Landesarbeitsgemeinschaften (LAG) und interessierten Dach-Institutionen vor Ort und online.
Wenn Sie mit Ihrer Einrichtung Interesse an der Teilnahme an der DisAM-Roadshow haben, wenden Sie sich direkt an das Forschungsteam.
Das DisAM-Forschungsteam hat anlässlich des bundesweiten Digitaltages 2025 Interessierten einen Einblick in die wissenschaftliche Forschung gegeben: wie werden Umfragen aufgebaut, was sind Netzwerkkarten und welche Forschungsfragen wird das DisAM-Modellprojekt beantworten können?
Ein besonderes Highlight der Aktion ist der Schulterblick in das Hybridlabor: Fünf Laborantinnen und Laboranten stellen ihre Arbeitsergebnisse nach einem Jahr Arbeit zum Thema ‚Digitale Kompetenzen’ vor und diskutieren mit den Teilnehmenden über die Bedeutung digitaler Teilhabe und die Hürden auf dem Weg in die inklusive Digitalität. Mit über 2.500 Aktionen fand der Digitaltag dieses Jahr zum sechsten Mal statt. Hinter dem Digitaltag steht ein Bündnis aus mehr als 25 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft und öffentlicher Hand.
Das DisAM-Forschungsteam beteiligt sich mit einer Online-Aktion am bundesweiten Digitaltag.
„Wie kann der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Beeinträchtigung aus einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) mit Unterstützung von digitalen Bildungsangeboten gelingen?“
In dieser Veranstaltung können Sie dem Forschungsteam der Ostfalia über die Schulter schauen. Die Wissenschaftler:innen stellen das Modellprojekt “Chancen der Digitalisierung für die selbstbestimmte Arbeitsmarktqualifizierung von Menschen mit Schwerbehinderung“ (DisAM) vor.
Das Ziel des DisAM-Modellprojekts ist, Menschen mit Beeinträchtigung einen verbesserten Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt mithilfe digitaler Bildungsangebote zu ermöglichen. Dafür wird ein Strategie- und Bildungskonzept, u.a. zur Nutzung der digitalen Potenziale zur Arbeitsmarktqualifizierung, erstellt und dem Bundesministerium sowie den Einrichtungen der Behindertenhilfe als Handlungsempfehlung zur Verfügung gestellt.
In unserer Veranstaltung bekommen Sie einen Einblick in die Arbeit des Forschungsteams und lernen die Teilnehmenden des DisAM-Hybridlabors kennen. Im Hybridlabor erarbeiten WfbM-Beschäftigte und Fachkräfte gemeinsam mit dem DisAM-Team in regelmäßigen Online-Meetings Lernmaterialien zum Thema ‚Digitale Kompetenzen‘.
Für den Lernbaustein ‚Dresscode Arbeit‘ finden Dreharbeiten in der Tischlerei der Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel statt. Das DisAM-Team filmt verschiedene Szenen zum Thema ‚Angemessene Kleidung bei der Arbeit‘ u.a. mit der Darstellerin Madita.
Der Lernbaustein wird Teil des berufsqualifizierenden Pilot-Moduls ‚Arbeitsplatz Tischlerei‘, das im Rahmen des Modellprojekts koproduktiv mit WfbM-Beschäftigten entwickelt wird.